Phantasie ohne Grenzen

Bücherwelt


"Ein schmächtiger, einsamer Junge, ein sehnsüchtiger Traum, ein geheimnisvolles Buch - und nichts ist mehr, wie es einmal war. Vincent, ein frustrierter Teenager, lebt schon lange mehr in einer aufregenden Traumwelt als in der Realität. Doch dann geschieht es!
Ganz plötzlich findet er sich in seinem selbsterschaffenen Universum wieder und muss feststellen, dass das Heldsein seine Schattenseiten hat. Eine spannende Reise beginnt, die ihm neue Freunde an die Seite stellt, ihn aber auch mit großen Strapazen und tödlichen Gefahren konfrontiert. Mehr als einmal will er verzweifeln, doch es gibt kein Entkommen.
Am Ende bleibt ihm nur eine Wahl: sich der Herausforderung stellen oder untergehen."

Wer gerne Fantasy liest, dem ist dieses Konzept nicht neu. Ein Jugendlicher findet den Übergang in ein anderes, geheimes Universum. Und dort kann er endlich sein, was in dieser Welt keiner von uns mehr werden kann.

Wieso also noch einmal dieses Format bemühen? Ich glaube, es hat letzten Endes damit zu tun, dass dieser Traum in jedem von uns zu Hause ist. Unsere Welt ist hochgradig technisiert und hält kaum noch Wunderbares oder Bedeutsames für uns bereit. Gefühlt ist jeder von uns ersetzbar, und nichts was wir tun, scheint noch eine besondere Bedeutung zu haben. Alles wird relativiert, nichts ist mehr wirklich wahr oder falsch.

Aber dennoch ist es genau das, was viele Menschen eigentlich vermissen: einen klaren Weg vor sich zu sehen, wieder dem Unerklärlichen begegnen zu können, einmal die Chance zu bekommen, über sich hinaus zu wachsen und wirklich eine Rolle zu spielen. 

In meiner Phantasie ist Velusian zu dem Ort geworden, an dem dies möglich wird. Eine tragische Familienfehde zwischen Gustavian, dem verbannten Erben einer alten Dynastie und Isabell, dem über alles geliebten Mündel des alten Königs, führt das Land an den Rand des Abgrundes. Es sind böse Mächte und übermächtiger Hass im Spiel, und die Bevölkerung weiß dem nichts entgegenzusetzen. In der Stunde der höchsten Not taucht ein Retter auf, doch es stellt sich schnell heraus: dieser Junge mit Namen Vincent ist überfordert und gänzlich unfähig, die ihm zugedachte Rolle auszufüllen. Isabell und ihr Mann Gerwin, der alte, tapfere Tristan und sein lebenslustiger Freund Heinrich machen sich dennoch auf den Weg, um dem feigen Königsmörder Gustavian die Stirn zu bieten. Und Vincent, der Held wider willen, wird einfach mitgerissen. Nun gibt es für ihn nur noch den Untergang oder die Veränderung. Dank seiner Freunde und einiger Verbündeter gelingt ihm am Ende tatsächlich, was keiner für möglich gehalten hätte. Er wird Teil der streitenden Armeen und kann endlich seiner Bestimmung folgen.  

So gibt meine Erzählung genau das wieder, was ich uns allen von Herzen wünsche: echte, loyale Beziehungen, die trotz Ecken und Kanten im Augenblick der Bewährung tragfähig sind, wirkliches Erleben jenseits unserer virtuellen Welt und Mut genug, für unsere tiefsten Überzeugungen einzustehen.